Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Das Ö1 Konzert

06.00 Uhr
Nachrichten

06.05 Uhr
Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Frühling einer neuen Zeit" - Zum 510. Todestag von Sandro Botticelli von Johanna Schwanberg, Direktorin des Dom Museum Wien Sandro Botticelli ist einer der prägendsten und zugleich rätselhaftesten Maler der Frührenaissance. Er war zu Lebzeiten höchst angesehen, dann aber Jahrhunderte in Vergessenheit geraten. Seit seiner Wiederentdeckung vor 200 Jahren kann sich die Kunstwelt wie auch die Werbeindustrie nicht genug an seinen revolutionären mythologischen Bilderfindungen in Form der "Primavera" (Ende der 1470er-Jahre - Anfang der 1480er-Jahre) und der "Geburt der Venus" (um 1486) sattsehen. Er gilt als Erfinder der Renaissance-Supermodels, als Maler porzellanartiger Schönheiten und blonder Wuschelköpfe. Dabei war Botticelli in erster Linie ein Maler religiöser Sujets, er hinterließ Altarbilder, Madonnen-Gemälde und Beweinungs-Darstellungen mit komplexen theologischen Programmen. Die "Gedanken für den Tag" gehen der nur auf den ersten Blick lieblichen Bildsprache von Botticellis profanen wie sakralen Gemälden auf die Spur. Sie versuchen Licht in das Schaffen und das Leben eines Künstlers zu bringen, der sich in keine Schublade stecken lässt, und gerade deshalb zeitgemäßer wirkt, als lange vermutet. - Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.57 Uhr
Ö1 Morgengymnastik

Über Jahrzehnte animierte Ilse Buck mit ihren Radio-Sendungen die Österreicher/innen zu Bewegung. Im Ö1 Archiv haben wir einige Folgen ihrer Morgengymnastik gefunden und senden diese nun jeden Samstag um 7.57 Uhr als nostalgisches Angebot, aber durchaus auch zum Mitmachen. Von 1965 bis 1998 hat die am 11. Mai 1923 geborene Ilse Buck in Ö1 und Ö3 unter dem Motto "Fit mach mit" bzw. "Morgengymnastik mit Ilse Buck" Anleitungen zu ihren isometrischen Übungen gegeben. Buck war eine Pionierin der Gesundheitsbewegung und eine Vorreiterin der Fitnessbewegung in Österreich. Sie hatte Sport in Wien und Berlin studiert und war staatlich geprüfte Turn-, Sport- und Gymnastiklehrerin. Ilse Buck veröffentlichte fünf Bücher, zuletzt 2004 "So bleiben Sie länger fit! Gesundheit und Beweglichkeit bis ins hohe Alter", und gründete gemeinsam mit der Fußballlegende Helmut Senekowitsch die Sportinitiative "Fit fürs Leben". Ihre Popularität wird unter anderem auch durch eine Szene in der TV-Reihe "Kottan ermittelt" unterstrichen, als der junge Lukas Resetarits als Kommissar Kottan mit dem Auto durch das morgendliche Wien fährt und die ganze Stadt, wie von Ilse Buck gerade im Radio aufgefordert, Liegestütze macht - "genieren Sie sich nicht, machen Sie am besten gleich mit, egal, wo sie sich befinden." Bis ins hohe Alter als Trainerin aktiv, war Buck für den ORF zuletzt 2007 in Radio Steiermark tätig. Ilse Buck starb am 1. April 2012 im 89. Lebensjahr in einem Wiener Altersheim.

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Pasticcio

mit Wolfgang Schlag. "Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle; aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen zusammenklauben". Das sagte Johannes Brahms über den verehrten Antonin Dvorak. Brahms empfahl den 34-jährigen Komponisten für ein mehrjähriges Staatsstipendium, das Dvoraks Ideenstrauß erst so richtig zum Blühen brachte. Ähnlichen Ideenreichtum finden Interessierte aber auch bei Smetana, einem der Vorbilder von Dvorak oder auch bei Max Reger, der überzeugt war, gute Ideen müssten vorher mit viel Alkohol gegossen werden.

08.55 Uhr
Heimspiel

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Hörbilder

Mailuft in Krähwinkel.Wien 1968. Von Helene Maimann Wien, ein Jahr vor der Revolte. Das war, so erzählen elf Leute, die sich damals als "junge, frische Revolutionäre" fühlten, eine graue, enge Stadt. Der Faschismus war noch allgegenwärtig in den Köpfen und Herzen, gut unter einer Tuchent versteckt. Die Jungen fürchteten die stumpfe Auswendiglernerei, die ihnen die Professoren abverlangten, langweilten sich auf einer Uni, die ihnen Sexualität am Beispiel von Ratten und Mäusen erklärte und hatten das Gefühl, in der spießigen Atmosphäre keine Luft zu bekommen. Sie lehnten sich gegen die Feindseligkeit auf, mit der die Erwachsenen reagierten, wenn sie auf ein Rockkonzert gehen und dort tanzen wollten. Sie hätten nichts zu melden, wurde ihnen erklärt, und schon gar kein Recht zu demonstrieren, solange sie nichts gelernt hätten und etwas darstellten in einer Welt, von der das kleine, am östlichen Rand des Westens gedrückte Österreich eigentlich nichts wissen wollte. 1968 öffnete sich dann das Fenster zur Welt. Im Jahr zuvor geriet die Jugend in den USA, in Italien, in der Bundesrepublik, in Skandinavien und in Japan in Bewegung. Die Unruhe drang auch nach Österreich vor. Am Firmament, so Robert Schindel, der Kopf der "Kommune Wien", stand der Vietnamkrieg und die Franco-Diktatur in Spanien. Er organisierte die ersten Aktionen an der Uni Wien und ein halbes Jahr später im Frühjahr 1968 auf Ersuchen von Günther Brus, Oswald Wiener und Peter Weibel die legendär gewordene "Uni-Ferkelei". Vier Wochen zuvor hatte Wolf Prix mit Helmut Swiczinsky und Michael Holzer das Architekturbüro "Coop Himmelblau" gegründet, just an jenem Tag, als die Pariser Studenten Transparente mit der Aufschrift "Fantasie an die Macht" vor sich her trugen und der Polizei Straßenschlachten lieferten. Auch in Wien genügten bereits einige Flugzettel, um Tausende auf die Straße zu bringen: "Es hat gewurlt und gebrannt" in den Jungen, und den Takt zu ihrer Revolte schlug die Rockmusik, erzählt Edek Bartz, Musiker und damals Plattenverkäufer. Im August 1968 brach die stürmische Welle durch die sowjetischen Panzer, die den "Prager Frühling" niederwalzten. Aber auch wenn aus den großen Träumen und Utopien nichts wurde - die Welt war eine andere geworden. Reisebegleiter im Feature sind Menschen, die sich damals aufgemacht haben, um an einigen verrosteten Schrauben zu drehen. Mit Wolf D. Prix, Robert Schindel, Valie Export, Robert Dornhelm, Edek Bartz, Katja Rainer, Eva Ribarits, Georg Hoffmann Ostenhof, Bruno Aigner, Timo Huber und Ernst Berger. Ton: Martin Leitner Redaktion: Elisabeth Stratka

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ö1 Klassik-Treffpunkt

Live aus dem Funkhaus in Wien. Gast: Sara Ostertag. Präsentation: Helmut Jasbar. Im "Ö1 Klassik-Treffpunkt" live zu Gast bei Helmut Jasbar im Funkhaus-Studio erzählt die Theatermacherin Sara Ostertag von ihrer Arbeit als eine der interessantesten Kinder- und Jugendtheater-Regisseurinnen Österreichs und dem erfolgreichen Versuch, das Publikum von morgen auch für die klassische Musik, z.B. den Jahresregenten Beethoven, zu begeistern. Sara Ostertag studierte Theaterregie und Choreografie in Zürich und Amsterdam sowie in der Klasse für Performancekunst an der Akademie der bildenden Künste ihrer Heimatstadt Wien. Ab der Saison 2014/15 sammelte sie Erfahrungen als Hausregisseurin am Staatstheater Mainz und inszenierte u.a. auch am Vorarlberger Landestheater, der Philharmonie Luxemburg, dem Stadttheater Konstanz, dem Festival Wien Modern sowie am Landestheater Niederösterreich, wo sie für die Jugendtheaterproduktion "Die Sprache des Wassers" den österreichischen Kinder- und Jugendtheaterpreis Stella zuerkannt bekam. 2018 erhielt die Künstlerin den Nestroy-Theaterpreis für die beste Off-Produktion und schloss das Postgraduate Studium "Kuratieren in den szenischen Künsten" an der Universität Salzburg ab. Sara Ostertag ist Mitbegründerin des schon mehrfach ausgezeichneten Kollektivs "makemake produktionen" in Wien und seit 2017 als Dramaturgin für die Choreografin Florentina Holzinger tätig sowie Co-Leiterin des SCHÄXPIR Festivals für junges Publikum in Linz.

11.35 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Dschi Dsche-i Dschunior Gestaltung: Stephan Pokorny 1979, anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen ?Jahr des Kindes?, konnte Dschi Dsche-i Dschunior, den Christine Nöstlinger schon länger konzipiert hatte, für den sich aber bis dahin kein Sendeplatz im ORF gefunden hatte, das Licht der Radio-Welt erblicken. Der gewitzte Fürsprecher der Kinder, dem an ?altmodischen? Wörtern genauso gelegen ist wie an modernen, eroberte innerhalb eines Jahres - und im Sturm - das Radiopublikum. Christine Nöstlinger, die mit Romanen wie ?Wir pfeifen auf den Gurkenkönig? und ?Maikäfer, flieg? bereits Klassiker der neuen Kinderliteratur und sich selbst damit in die erste Reihe der deutschsprachigen Kinderbuchautorinnen geschrieben hatte, verlieh dem Fabelwesen mit drei Zahnreihen, Bauchhaaren, und »Hüflingen« eine Stimme, die aus der Perspektive von Kindern argumentiert. Die kurzen, erfrischenden Sendungen, die im Ö3 Wecker täglich ausgestrahlt wurden, ließen Dschi Dsche-i Dschunior zur Radiolegende werden.

11.40 Uhr
help - das Ö1 Konsumentenmagazin

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

12.56 Uhr
Ö1 heute

13.00 Uhr
Le week-end

Mit Elke Tschaikner und Christian Scheib

14.00 Uhr
Ö1 Hörspiel

"Hangmen Also Die". Von Bertolt Brecht und Fritz Lang. Mit Beate Himmelstoß, Laura Maire, Tanja Schleiff, Barbara Melzl, Gert Heidenreich, Tobias Lelle, Stephan Bissmeier, Jens Harzer, Burchard Dabinnus u.a., Übersetzung: Jürgen Schebera. Komposition: Kalle Laar, zeitblom. Bearbeitung: Michael Farin. Regie: Bernhard Jugel (BR 2005) Im Mai 1942 wird Reinhard Heydrich, einer der Hauptorganisatoren des Holocaust, in Prag bei einem Attentat durch tschechoslowakische Widerstandskämpfer getötet. Um den Widerstand der Bevölkerung zu brechen, töten die Nazis daraufhin die gesamte männliche Bevölkerung des Dorfes Lidice, verhängen landesweit das Standrecht und verhaften und liquidieren hunderte von Unschuldigen in Prag. Die beiden Attentäter nehmen sich das Leben, nachdem sie von einem Mitwisser verraten worden waren. Unmittelbar nach dem Attentat auf Heydrich, dem "Henker von Prag", schlägt Bertolt Brecht im amerikanischen Exil Fritz Lang eine Verfilmung vor. Im Film gelingt es Widerstandskämpfern, den Verdacht auf einen Kollaborateur zu lenken. Im März 1943 kommt der Film unter dem Titel "Hangmen Also Die" in die Kinos. Es ist Brechts einzige Arbeit für Hollywood. "Der Film zeigt eindringlich, dass Faschismus tödlich ist. Gleichzeitig sagt er: 'Wir ergeben uns nicht!'", schrieb der San Francisco Star, 1943. - Das Hörspiel ist die Umsetzung des berühmten amerikanischen Filmes mit historischen O-Tönen.

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Klassik

mit Philipp Weismann. Friedrich Gulda - zum 90. Geburtstag des Pianisten. Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester in A-Dur KV 488 (Friedrich Gulda/Klavier, Staatskapelle Dresden, Dirigent: Franz Konwitschny) Friedrich Gulda: Konzert für Violoncello und Blasmusik (Florian Simma/Violoncello, Salzburger Landesblasorchester, Leitung: Ralf Kircher) Friedrich Gulda: Variations for two pianos and band (Joe Zawinul und Friedrich Gulda/Klavier, Eurojazz Orchester) Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier in c-Moll op. 111 (Friedrich Gulda/Klavier) u. a. Gestaltung: Gerti Mittermeyer Abseits einer "spießbürgerlich-oberflächlichen" Konzertkultur zelebrierte der Superstar am Klavier "seine" Art des Musikmachens: Er legte sich mit dem größten Musikfestival der Welt an und brüskierte die Salzburger Festspiele mit Absagen. Ob mit Jeans und Turnschuhen oder nackt mit Krummhorn musizierend, ob mit Paradise Band und Go-Go-Girls oder mit Harnoncourt und Zawinul - Gulda pfiff zeit seines Lebens auf Konventionen. Am 16. Mai jährte sich zum 90. Mal der Geburtstag des im Jahr 2000 verstorbenen streitbaren Exzentrikers und begnadeten Pianisten.

16.57 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Nachrichten

17.05 Uhr
Diagonal

Der Wahrheit die Ehre. Diagonal zur Person: Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen. Anschl.: Diagonals Feiner Musiksalon: Shabaka Hutchings - "We are sent here by history" Er war ein echter Baron und wahrer Flunkerer. Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen, der kauzige "G´schichtldrucker" aus dem niedersächsischen Bodenwerder, wurde vor 300 Jahren, am 11. Mai 1720, geboren. Der Rittmeister und "Lügenbaron" auf der Kanonenkugel verfilzte autobiographische Erlebnisse zu druckreifen Knäueln. Er vermischte Wirklichkeit und Fiktion, führte naturwissenschaftliche Gesetze ad absurdum. Das fand in der Literatur viele Nachahmer, die die schelmisch-anzüglichen Prahlereien eifrig weiterspannten. Der schmale Grat der Wahrheit lockt die schwindelfreien Abenteurer des Geistes und macht sie mächtig: Immerhin hat die Fäden in der Hand, der sich die Welt so macht, dreht und entwirft, wie er oder sie es will. Doch wo ist die Trennlinie zwischen schelmischer Dichtung und unappetitlicher Lüge? Die digitalen Medien haben die Krake unseriöser Falschmeldungen stark gemacht. Fake News liegen falsch und wiegen schwer. Sind wir vor Zeitungsenten und (Arthur Schütz´schen) Grubenhunden gefeit? Sind trockene Fakten zu fad? Und was merken wir uns am Ende des Tages? Präsentation: Nicole Dietrich Mit Beiträgen von: Dominique Gromes, Roman Tschiedl, Anna Lindner, Rainer Springenschmid und Gudrun Hamböck.

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Tao - aus den Religionen der Welt

"Muslimische Minderheit zwischen Tradition und Moderne" TAO begibt sich auf die Spuren der tatarischen Identität, ihrer religiösen Wurzeln und ihres Stellenwerts in der heutigen Ukraine Sie sind entwurzelt im eigenen Land. Anstatt auf der Krim sitzen die Spitzen der krimtatarischen Selbstverwaltungsorgane heute in Kiew. Auf der Krim sind sie hochoffiziell unerwünscht: Der Medschlis, das Organ der unter ukrainischem Recht geltenden Selbstverwaltung, gilt den russischen Behörden auf der Krim als extremistische Vereinigungen, die tatarische Sprache ist unerwünscht. In Kiew dagegen sind die Tatarinnen und Tataren willkommen. Jene, die sich für die Diaspora entschieden und von der Krim auf die Festlandukraine zogen, wurden als Freunde empfangen. Tatarische Vereine und NGOs genießen einen hohen Stellenwert in der Ukraine der Gegenwart, tatarische Restaurants haben geöffnet, die tatarische Kultur ist präsent im Alltag und die tatarische Fahne sogar zu einem Symbol des ukrainischen Widerstandes gegen Aggressionen aus Russland geworden. Mit den Tatarinnen und Tataren hat vor allem aber auch der Islam in Kiew eine Verbreitung gefunden. Die Tataren sind mehrheitlich hanafitische Sunniten, die eine säkulare, weltoffene Religiosität in der Tradition des tatarischen Gelehrten Ismail Gasinskis leben. Das ist jener Mann, der maßgeblich das staatliche Modell inspirierte, das zwar nur sehr kurzlebig war, aber als erste säkulare Demokratie der islamischen Welt in die Geschichte eingehen sollte: die Volksrepublik Krim, inspiriert von der russischen Oktoberrevolution, gegründet im Dezember 1917 und zerschlagen von den Bolschewiken im Februar 1918. TAO begibt sich auf die Spuren der tatarischen Identität, ihrer religiösen Wurzeln und ihres Stellenwerts in der heutigen Ukraine. Eine Sendung zum Ö1-Schwerpunkt Nebenan: Ukraine. Gestaltung: Stefan Schocher

19.30 Uhr
Nadia Boulanger / Raoul Pugno: "La Ville Morte"

Mit Katarina Karnéus (Hebé), Matilda Paulsson (Anne), Markus Pettersson (Léonard), Anton Ljungqvist (Alexandre), Natallia Salavei (Amman) Chor und Orchester der Oper "Göteborg; Dirigentin: Anna-Maria Helsing (aufgenommen am 8. März 2020 im Opernhaus von Göteborg). Präsentation: Chris Tina Tengel

22.30 Uhr
Nachtbilder - Poesie und Musik

"denunziationen. haltlose gedichte". Von Stefan Schmitzer. Es liest: Alexander Dombrowski. Gestaltung: Nikolaus Scholz. Redaktion: Edith-Ulla Gasser. Seine Bücher heißen "vier schuss", "zwei primitive balladen", "scheiß sozialer frieden" oder "wohin die verschwunden ist, um die es ohnehin nicht geht". Stefan Schmitzer, geboren 1979 in Graz, ist durchaus kein Verfasser harmloser Texte. Aber trotz oft radikaler politischer Botschaft haben die Gedichte des Grazer Autors oft die Leichtigkeit von Song-Texten. Stefan Schmitzers neuer Band "denunziationen" trägt den Untertitel: "haltlose gedichte" und enthält Lyrik von der Art, die man aus der Beatnik-Ära kennt: spontan, frech, und auf eine eigenwillige Art rhythmisch: "ich möchte teil der kreativen klasse sein, und nicht mehr wissen, welche welt das ist, die ich bewohne; ich hätte gerne einen haufen sexy sachen, ein waffenrad und eine erstausgabe h.g. wells". Stefan Schmitzer, geboren 1979 in Graz, lebt ebendort als Autor, Herausgeber, Organisator von Kulturveranstaltungen und Musiker. In der Jury-Begründung zum Grazer Literaturföderungspreis hieß es über den Autor: "Stefan Schmitzers Gedichte beziehen ihre Kraft aus dem Spannungsfeld zwischen Emotionalität und kritischem politischem Bewusstsein. Stets verfolgt Schmitzer das ambitionierte Ziel, auf dem schwierigen Terrain jenseits des eingespielten Formenbestands nach eigenständigen ästhetischen Lösungen zu suchen." Erstsendung: 18.6.2016

23.25 Uhr
Die Ö1 Jazznacht

Peter Herbert im Interview. Erinnerungen an Walter Richard Langer Wie gut, dass 2020 ein Schaltjahr ist: Denn so konnte Kontrabassist Peter Herbert seinen 60. Geburtstag tatsächlich punktgenau am 29. Februar feiern. Der gebürtige Vorarlberger, einer der vielseitigsten und international renommiertesten Jazzmusiker des Landes, lebt nach Stationen in New York und Paris zurzeit in Wien. Und Peter Herbert ist wie immer vielbeschäftigt: Neben seiner Unterrichtstätigkeit an der Anton-Bruckner-Privatuniversität in Linz arbeitet er aktuell mit dem Ensemble eXtracello und im Trio von Gitarrist Karl Ratzer, das in Kürze eine CD mit Trompeter Franz Koglmann veröffentlicht. Zudem ist eine neue CD seines Soloprojekts "Naked Bass" in der Pipeline. Verena Göltl bittet Peter Herbert zum Gespräch und erinnert an Walter Richard Langer, den langjährigen ORF Jazz-Anchorman, dessen Todestag sich am 21. Mai zum 25. Mal jährt. Gestaltung: Verena Göltl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Die Ö1 Jazznacht

(Fortsetzung) Peter Herbert im Interview. Erinnerungen an Walter Richard Langer; 01:00, 03:00 und 05:00 Uhr Nachrichten Wie gut, dass 2020 ein Schaltjahr ist: Denn so konnte Kontrabassist Peter Herbert seinen 60. Geburtstag tatsächlich punktgenau am 29. Februar feiern. Der gebürtige Vorarlberger, einer der vielseitigsten und international renommiertesten Jazzmusiker des Landes, lebt nach Stationen in New York und Paris zurzeit in Wien. Und Peter Herbert ist wie immer vielbeschäftigt: Neben seiner Unterrichtstätigkeit an der Anton-Bruckner-Privatuniversität in Linz arbeitet er aktuell mit dem Ensemble eXtracello und im Trio von Gitarrist Karl Ratzer, das in Kürze eine CD mit Trompeter Franz Koglmann veröffentlicht. Zudem ist eine neue CD seines Soloprojekts "Naked Bass" in der Pipeline. Verena Göltl bittet Peter Herbert zum Gespräch und erinnert an Walter Richard Langer, den langjährigen ORF-Jazz-Anchorman, dessen Todestag sich am 21. Mai zum 25. Mal jährt. Gestaltung: Verena Göltl